Do bin i dahoam

Durch den Sturm, der Anfang März seine Spuren unter anderem im Waldgebiet der Kindergartengruppe der Steinacher Rumpelwichtel hinterließ, mussten wir aus Sicherheitsgründen den Kindergartenalltag aus dem Wald verlagern.
Nach ein paar Tagen im Garten des Kinderhauses, unternahmen wir kleinere Spaziergänge, bei denen einige Kinder schon bald ihre gewohnte Umgebung – ihre Heimat – erkannten. Voller Stolz beschrieben die Kinder den Weg bis zu ihrem Zuhause und so ließ die Idee, die verschiedenen Ortsteile in und um Steinach aufzusuchen, nicht lange auf sich warten.
Aus diesem Gedanken ergaben sich Tag für Tag verschiedenste Treff- und Abholpunkte im Gemeindegebiet Steinach.
So machten wir uns mit den Kindern als Experten für ihre Heimat auf, und erkundeten dabei einige für die Kinder bekannte Straßen, Spielplätze, „Sehenswürdigkeiten“ und immer mal wieder gingen wir sogar an dem Zuhause eines Kindes vorbei.

An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an die Firma Atlas-Kern in Steinach und die Dorfner Mühle in Wolferszell, dass die Gruppe einen so kindgerechten Einblick erlangen durfte. Für die Kinder waren diese Anlaufpunkte echte Sehenswürdigkeiten und dürfen bei einer Entdeckungstour durch ihre Heimat keinesfalls fehlen.

Auf unseren Wegen in und um Steinach begegneten den Kindern viele schöne Momente. Nicht so schön war jedoch der Müll der die Kinder am Wegesrand begleitete und schon bald verwandelte sich unser Bollerwagen in ein „Müllauto“ in dem wir den Müll sammelten. Doch Müll ist nicht gleich Müll. Einiges aus unserem „Müllauto“ konnten wir als Wertstoffe erkennen, weshalb es den Kindern wichtig war, diese an einen geeigneten Ort zu bringen – den Wertstoffhof. Dort trennten wir Plastiktüten von Ziegelsteinen, und Dosen von Glasflaschen. Dadurch gelang es uns alle Plätze und Wege, die wir aufsuchten, ein kleines bisschen sauberer zu verlassen, als wir sie vorgefunden hatten.
Als Abschluss dieser aufregenden Zeit erlebten wir gemeinsam eine Schnitzeljagd durch Steinach mit vielen spannenden Rätseln, kniffligen Aufgaben und einem sehr leckeren Schatz. Ein großer Dank hierfür an alle beteiligten Eltern.

Nach über drei Wochen auf Entdeckungsreise, konnten wir den Wald wieder frei geben und die Freude darüber war bei den Kindern überwältigend. Gemeinsam machten wir uns am 02.April 2019 auf, um zu unserem gewohnten Kindergartenalltag in unserem geliebten Rumpelwicht-Wald wieder zurückzukehren.