Kooperation Kinderhaus St. Ursula und Josef-Schlicht Grundschule

Spracherziehung von Kind zu Kind
Im Zuge der Kooperation Kindergarten und Schule kam am Freitag, den 28.06.2019 die Lehrerin Frau Rösch mit den Schülern/innen der 3. Klasse zu uns ins Haus. Die Schulkinder hatten sich mit Geschichten- und Bilderbüchern sehr gut vorbereitet, um unseren Kindern daraus vorzulesen. In kleinen Gruppen verteilten sich die Schulkinder und unsere Kindergartenkinder in verschiedenen Zimmern und Ecken des Hauses, um den Geschichten zu lauschen.
In einer dieser Kleingruppen wurde das Bilderbuch „Das kleine ICH bin ICH“ vorgelesen. Das besondere daran war, dass dieses Buch in zwei Sprachen vorgetragen wurde. Ein Schulkind las in seiner Muttersprache „arabisch“ im Wechsel mit einem deutschen Kind, das in seiner Muttersprache „deutsch“ las. Die kleinen Zuhörer bekamen ein Gefühl dafür wie es sich anfühlt, wenn man eine Sprache hört die man nicht versteht. So empfinden es unsere Kinder mit Migrationshintergrund täglich und sie sind dabei sehr auf unser Verständnis und unsere Unterstützung angewiesen. Das Buch in einer „fremden Sprache“ war ein spannendes Erlebnis.

Als Dankeschön für ihre Mühe bekamen die Schulkinder ein gebasteltes „Fuchs“-Lesezeichen und eine kleine Süßigkeit.
Herzlichen Dank auch an Frau Rösch, dass Sie die Aktion möglich gemacht hat!
Grundsätzlich ist Spracherziehung in unserem Haus ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit mit den Kindern im Kindergarten- und auch Krippenalter. Bei uns werden Dialekt in verschiedenen Formen, wie auch die Sprachen von Kindern mit Migrationshintergrund akzeptiert und wertgeschätzt. Während der Freispielzeit und auch bei gezielten Angeboten kommunizieren Kinder auf ganz natürliche Weise und erleben Sprache als Verbindung zu anderen Kindern und Erwachsenen.

Wir unterstützen die Kinder dabei, dass sie
 Freude haben sich mitzuteilen
 ihren Wortschatz erweitern
 sich zutrauen vor einer Gruppe zu sprechen
 anderen zuhören können
 sich sprachlich ausdrücken
 Handlungszusammenhänge schildern können
 Aufträge bzw. Aufgaben verstehen und umsetzen können
 durch gezielte Förderung die deutsche Sprache lernen
 Spaß an der Sprache haben

„DIE GRENZEN MEINER SPRACHE BEDEUTEN DIE GRENZEN MEINER WELT“
Ludwig Wittgenstein