
Wie jedes Jahr, kurz vor dem 6. Dezember, war die Aufregung im Kinderhaus groß. Die Kinder wussten, dass der Nikolaus bald kommt, und bereiteten sich eifrig darauf vor. Bereits Wochen vorher wurden Lieder geübt und Gedichte auswendig gelernt um den hohen Gast gebührend zu empfangen.
Als es dann so weit war, klopfte es plötzlich an der Tür. Nikolaus trat ein, mit langem, weißem Bart, rotem Mantel und der Mitra auf dem Kopf. In den Händen hatte er sein goldenes Buch und den Bischofsstab. Kinderhausleitung Gabi Berger assistierte ihm und trug einen großen Sack mit Geschenken herein. Die Augen der Kinder leuchteten. Manche waren schüchtern und zurückhaltend, andere wiederum hoch erfreut und redselig. Nach der Begrüßung im Kreis war der große Moment gekommen, in dem die Kinder ihr ganzes Können zeigen konnten. Stolz sangen sie ihre gelernten Lieder und sagten ihre Gedichte auf. Der Nikolaus hörte aufmerksam zu und lobte die Kinder für ihre Mühen. Als Dankeschön für die Darbietungen und weil sie das ganze Jahr über brav waren, bekamen die Kinder ein gefülltes Nikolaus-Sackerl.
Bevor der Nikolaus sich verabschiedete, versprach er im nächsten Jahr wiederzukommen. …und wenn der Nikolaus den Paul Hübel zufällig einmal trifft, dann soll er ihn schön und lieb von den Mitarbeiterinnen des Kinderhauses grüßen und ihm DANKE sagen!