Gesund und schlau durch frische Luft

In allen drei Kernbereichen der Pisa-Studie erzielen nordische Länder höhere Ergebnisse als Deutschland. Im Bereich Mediennutzung an Schulen und Bildungseinrichtungen wurde im hohen Norden längst eine signifikante Kehrtwende gemacht und dort gibt es ein gesetzlich verankertes pädagogisches Grundrecht, welches sicherlich auch die Kinder in Deutschland gerne hätten: Ein Recht auf das Spielen im Freien!

Im Kinderhaus Sankt Ursula gehört das Freispiel im Garten bei jedem Wetter fest zum Tagesprogramm. So können die Kinder die Jahreszeiten mit allen Sinnen erleben. Im Herbst laden die bunten Blätter zu diversen Spielen ein. Die unmittelbar darauffolgende, „matschigere“ Zeit ist für die Kinder ein Highlight – allerdings weniger für Sauberkeit liebende Eltern . Nach Herzenslust wurde ab November gematscht, gewühlt, ge-schmiert, gekocht, geformt und gebaut. Mit dem Winter veränderte der weiße Schnee nochmals die Natur. Kälte und Stille waren draußen zu verspüren. Aus Matschkugeln wurden Schneebälle. Es gab nicht nur einen Schneemann, es wurden ganze Schneefamilien gebaut! Die Kinder konnten Schlitten fahren und Schneeballschlachten gewinnen oder aber verlieren. Für die Mutigeren gab es heuer auch oft Eisflächen, auf die man sich wagen konnte.

Das Spielen im Freien fördert die körperliche und geistige Entwicklung, stärkt das Immunsystem und bietet unwahrscheinlich viel Raum für Kreativität und soziale Interaktion. Ein Glück für die Steinacher Kinder, dass sie wetterfeste Erzieherinnen haben!

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